CDU von radioaktiver Fernwirkung betroffen

Mit dem dreimonatigen Moratorium für die AKW-Laufzeitverlängerung will die Kanzlerin „eine ehrliche Energiediskussion“ in Deutschland in Gang setzen. Und es ist gewiss kein Zufall, dass sich die Regierung plötzlich „im Zweifel für die Sicherheit“ bekennt. Denn schon am nächsten Wochenende (20.03.) sind Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, am 27.03. in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sowie schließlich am 22. Mai  in Bremen. Mit dem AKW-Unfall in einem High-Tech-Land kommt, wie CDU/CSU und FDP sogleich bemerkten, erhebliche Unsicherheit in die Kampagnenstrategien der Mitte-Rechts-Parteien.

Es wird spannend sein zu erfahren, welche neuen Sicherheitskriterien die Regierung zur Prüfung der Atomenergie hinzuziehen wird, die bislang, insbesondere bei der kürzlichen Laufzeitverlängerung, keine Rolle spielten. Möglicherweise werden es dann nach der Bremen-Wahl nicht mehr genau dieselben sein wie in den Wochen davor.

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Über hwiesenthal

Soziologe und Politikwissenschaftler, seit 2003 im Ruhestand, gelegentlich aktiv in der Arbeitsgemeinschaft für Sozialforschung (AfS) e.V. und bei der Grünen Akademie der Heinrich Böll-Stiftung.
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5 Antworten zu CDU von radioaktiver Fernwirkung betroffen

  1. Sabine Becker schreibt:

    In drei Monaten könnte alles ausgesessen sein, vermuten die AussitzerInnen in den Regierungsparteien, dann ist hoffentlich Gras über die Sache gewachsen. Keine nennenswerten Meldungen mehr über die dann dahinsiechenden atomar verstrahlten Menschen mehr, keine Informationen mehr, die die Wahrheit aufdecken könnten. Vertuschung as usual. Immer nur zugeben, was partout nicht mehr zu verbergen ist. Dann wird die enge Verbandelung von Politik und „Atommafia“ erneutert, die Bundesbürger für dumm erklärt. Ich hoffe, dass es dieses Mal nicht gelingt. Es gibt, so zeigen die derzeitigen Demonstrationen für den endgültigen Ausstieg aus der Atomenergie, genügend wache, informierte Menschen, die sich von den Märchen der Atomlobbyisten und deren Politmarionetten nicht länger einlullen lassen.
    Es geht in Sachen Atomenergie um eine Dimension, was die Zerstörung von Leben und Lebensgrundlagen betrifft, die nicht länger in die Hand von skrupellosen, zynischen Geschäftemachern gehört. Abschalten! Abwählen! Erneuerbare Energien fördern.
    Ich mache auf diese wichtige Unterschriftenaktion aufmerksam.
    http://www.atomhaftpflicht.de/

  2. Sebastian Deppe schreibt:

    Tja, ‚menschliches Versagen‘ kommt vor, auch bei einem „fixen Blogger“.
    Grundsätzlich: Kein Leben ohne Risiko. Als Studienabbrecher und heutiger Koch im Ganymed sage ich: Was du kannst, kannst auch machen! oder: You can drink the water or wash your feet with it. Nature does not care.

  3. Michael schreibt:

    Wurde da Hessen mit Baden-Württemberg verwechselt? In Hessen findet ’nur‘ eine Kommunalwahl statt.

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