Guttenberg soziologisch verstehen (und dann vergessen)

Guttenbergs Welt ist nicht unsere. Die „bürgerliche“ Gesellschaft, in der wir, die Mehrzahl der Bürger, leben, ist eine, in der profane Spielregeln gelten, in der Identitätsbewusstsein und Ehrgefühl nicht auf Abstammung und Gruppenzugehörigkeit gründen, sondern auf Leistungen und der Bereitschaft, nicht nur selbst-, sondern auch fremdgesetzte, sog. „gesellschaftliche“, Normen und Spielregeln zu respektieren; selbstverständlich auch Verträge, Ehrenworte und ähnliches.

In den letzten Wochen erfuhren wir, dass diese Gesellschaft nicht völlig inklusiv ist. Neben ihr gibt es auch noch etwas anderes. Das war uns nicht bewusst und folglich haben uns die Ereignisse um den Baron Guttenberg kalt erwischt; „überrascht“ wäre ein zu milder Ausdruck. Denn wir haben uns verhalten, als sei zu Guttenberg einer von uns. Was wir nicht wussten und nicht beachtet haben: Am Rande der modernen, funktional differenzierten Gesellschaft existieren Nischen, in denen ständische Normen und ständisches Bewusstsein überleben. Nischen, durchaus komfortabel ausgestattet, in denen die funktionale Differenzierung, wie es Luhmann im 1. Band von „Gesellschaftsstruktur und Semantik“ (S. 30) erklärt, Personen noch nicht auf die bloße Existenz eines „privaten Individuums“ reduziert, dass in alle gesellschaftlichen Funktionssysteme, also auch des Vertragsrechts, der wissenschaftlichen Ethik, der bürgerlichen Moral usw., inkludiert ist.

Das Selbstbild der Exkludierten höheren Standes gründet im Bewusstsein von sich selbst als etwas Ungewöhnlichem. Es findet findet exogene Referenzen allenfalls in einer Standesmoral, deren Kern auf einer sozialen Hierarchie der Normgeltung beruht und auf „jene Solidarität (rekurriert), die darauf beruht(.), daß man einer und nur einer Gruppe angehört(.)“ (Luhmann, a.a.O., S. 31). Konfrontiert mit den Zumutungen der funktionalen Differenzierung und dem Ansturm der standesblinden Erwartungserwartungen (bzw. Verhaltensnormen) der verschiedenen gesellschaftlichen Teilsysteme, demonstriert die vorbürgerliche, ihres bewunderten Eigenwerts bewusste Persönlichkeit „eine Feinregulierung des Empfindens und Verhaltens bei gleichzeitigem Wissen, daß es auf die Regeln nicht ankommt; kopierfähige Formulierungen bei Betonung der Unvermitteltheit und Spontaneität“ (a.a.O., S. 104). Dort, wo die standesbewussten Überbleibsel der Standesgesellschaft agieren, nämlich im Überschneidungsfeld von Adel und prätentiösem Bürgertum, der sogenannten „guten Gesellschaft“, zählen – nach Luhmann – vor allem „Salonerfolge und Karriereaspirationen“. Und noch eins: „Die Häuser der guten Gesellschaft bieten sich auch denen an, die politisch gescheitert sind (sic), und gliedern sie wieder ein“ (a.a.O., S. 102).

Niklas Luhmanns Analyse des ständischen Bewusstseins im Übergang zur bürgerlichen Gesellschaft hilft uns, zu Guttenbergs Verhalten in den Tagen vor seinem Rücktritt zu verstehen. Was uns „Bürgerlichen“ als scheibchenweises Eingeständnis eines frivolen Betrugs erscheint, war für Guttenberg tatsächlich nichts anderes als die selbstbewusst und mit großer Ehrlichkeit offenbarte Schrittfolge zunehmenden Selbsterkennens, eines Erkennens, das großen Selbstrespekt, ja geradezu Verblüffung von der Großartigkeit der eigenen Leistungen einschloss.

Was zu Guttenberg in allen seinen Stellungnahmen bewegte, war nicht die Verletzung von „bürgerlichen“ Spielregeln, da diese für ihn ja nicht in der selben Weise gelten wie für andere, sondern die Kollision eines Faktums (nämlich der misslungenen Dissertation) mit den eigenen, zu hoch gesetzten Ansprüchen. Die Art und die Ursache des Misslingens waren für ihn von untergeordneter Bedeutung. Sein („mein“) Fehler grämte ihn, seine („meine“) Hybris, als Ständischer in multiplen Aufgabenfeldern (sprich gesellschaftlichen Teilsystemen) Verantwortung übernehmen zu können, schmerzte ihn. Was wir „Bürgerlichen“ alle Tage tun, weil wir es tun müssen, ist ihm, einer exzeptionell integrierten (sich „ganzheitlich“ verstehenden) Person, als Zumutung bewusst geworden – aber erst im Nachhinein. Und erst im Nachhinein hat er begriffen, dass er das gar nicht brauchte, um er „selbst“ zu sein. Nicht er. Und deshalb ist er auch nach dem „Scheitern“, das nur in unseren Augen das Scheitern eines Betrügers und Lügners ist, ganz er selbst. Vielleicht noch mehr als zuvor.

Gewiss wollte er mit seinem Entschluss zu studieren und zu promovieren, uns etwas näher kommen, der bürgerlichen Welt Tribut zollen. Doch diese hat ihn im entscheidenden Moment verkannt. Statt ihm die Nähe zu danken, die er uns mit dem Eingeständnis des „Fehlers“ konzedierte, stieß man ihn zurück. Man behandelte ihn, als gehöre er zu dieser Welt, als sei er ihr Mitglied wie Millionen andere. Welch ein Irrtum! Sein „Fehler“, der im Grunde nur ihn etwas anging, weil er doch nur die Fehleinschätzung einer Differenz, der Differenz von selbst gestellter Aufgabe und selbst gesetztem Anspruch betraf, wurde zum Verstoß gegen Normen hochstilisiert, die nicht für seinesgleichen geschaffen waren. Doch Schmerz und Enttäuschung sind seine Sache nicht. Auch in der Niederlage, selbst im Rücktritt manifestieren sich Ehre und Größe des Edelmanns. Wann hatte man das schon erlebt: Der Geschmähte bietet seine Mithilfe bei der Aufklärung des Sachstandes an, ja er fordert mit Nachdruck die Beschleunigung der strafrechtlichen Ermittlungen.Was wohl als Botschaft zu verstehen ist: ‚Merkt ihr denn nicht, dass ihr es seid, die sich schämen müssen?‘

Darauf gibt es nur eine Antwort: „Entschuldigung, Herr Baron, wir haben verstanden. Doch gestatten Sie eine Bitte: Bleiben Sie den Institutionen demokratischer Politik fern. Beschränken Sie sich auf Traditions- und Nachlasspflege. Die Grenzüberschreitung, die Sie versuchten, bekommt uns nicht – so wie auch wir Ihnen nicht bekommen.“

Andrea sagt, dieser Blog verdient einen weniger verschmiemelten Schluss. Dann im Klartext: Guttenbergs Plagiat-Fall ist ein Glücksfall für die deutsche Politik. Sein abstruser Populismus würde ihn anderenfalls womöglich noch ins Kanzleramt bringen. Doch dort gehört er noch weniger hin als ins Kabinett. Einer, der seine Privatmoral und Missachtung sozialer Normen so unreflektiert vor sich her trägt, gehört nicht in ein demokratisches politisches System. Es ist besorgniserregend, dass viele Bürger und Politiker anderer Ansicht sind.

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Über hwiesenthal

Soziologe und Politikwissenschaftler, seit 2003 im Ruhestand, gelegentlich aktiv in der Arbeitsgemeinschaft für Sozialforschung (AfS) e.V. und bei der Grünen Akademie der Heinrich Böll-Stiftung.
Dieser Beitrag wurde unter CDU/CSU, Dissertation, funktionale Differenzierung, Gesellschaft, Guttenberg, Luhmann, Plagiat, Promotion, Soziologie, Standesbewusstsein, Wissenschaft veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

15 Antworten zu Guttenberg soziologisch verstehen (und dann vergessen)

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  4. Constantin Varges schreibt:

    Ja, das erklärt den Fall Guttenberg ja eigentlich ganz gut. Wobei ich immer etwas Probleme habe, von einem einzigen Fall und mit (sicher vertretbaren) interpretatorischen Elementen gleich auf eine ganze Gruppe von Menchen zu schließen.

    Ob zG innerlich das Gefühl hatte sich herabzulassen, indem er eine Doktorarbeit anfertigte, wissen wir nicht. Sicher scheint mir allerdings, dass zG meinte diesen Grad dringend zu benötigen. Seine Herkunft und sein Vermögen sind ja keine Eigenleistung und könnten zudem Neider hervorrufen. Schutz sah er da in einer Eigenleistung wie der Diss. . Dadurch hatte er `alles´, war quasi unangreifbar. Adel, ´gute Kinderstube` und eben auch eine Diss mit Summa cum Laude. So erkläre zumindest ich mir, dass er diesen akademischen Grad doch mit ziemlicher Macht angestrebt hat. Erst eine Ausnahmegenehmigung weil sein Studienabschluss eigentlich nicht gut genug war, dann ein antrag auf vorzeitiges Führen des Titels. Alles sicherlich formal korrekt. Für Lässigkeit spricht das allerdings nicht.

    In der Bevölkerung mag es kaum eine Rolle spielen ob er nun den Doktortitel hat oder nicht. Als Politiker muss man ja aber erst einmal in die Position kommen sich einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Und dafür war seine Diss vermutlich ein wichtiger Schlüssel.

  5. Andrej Stuchlik schreibt:

    Zunächst vielen Dank für den Text und diese Sichtweise. Das Selbstverständnis einer Elite zuzugehören mag tatsächlich den für viele zögerlichen und etwas ungewohnt pathetischen Abgang erklären. Frei nach dem Motto, allein dass ich einen „Fehler“ zugebe, muss für das Volk genügen.
    Dennoch sehe ich, wenn man danach fragt, wie es überhaupt soweit kommen konnte, eher Maßlosigkeit denn Gerinschätzung eines gesellschaftlichen Normkanons als wesentliche Triebkraft im Verhalten des Bundesverteidigungsministers a.D.
    Er wollte vermessenerweise beides, den Status des Doktortitels für die breite Öffentlichkeit, aber zugleich die Anerkennung innerhalb der Wissenschaft. Ansonsten hätte er bei einem Wald-und-Wiesen-Verlag publizieren können und keiner hätte es je gemerkt. Doch Duncker zu nehmen, musste irgendwann eine Rezension nach sich ziehen, warum sollte er es riskieren? Jürgen Kaube hat in der FAZ treffend gefragt: „wie gescheit muss man sich jemanden vorstellen, dessen Ehrgeiz ihn für so wenig so viel hat riskieren lassen?“ Allerdings, und das ist ein Vorwurf an die Jurisprudenz: es gibt nun einmal zwei Varianten von juristischen Dissertationen, „normale“ und reine Zweckdissertationen zur Karriereförderung. Das ist insofern nicht weiter schlimm, als der juristische Markt sehr fein zwischen beiden zu differenzieren vermag. Und solange man jeweils unter sich bleibt, ist alles fein. Das erklärt auch den vehementen Brief seitens der Doktoranden und Doktorandinnen, die auf einmal ihre Status angegriffen sahen (zurecht) und ihre Partikularinteressen schützen wollten. Aber das ist auch eine Form von Hybris, nicht wahr?

  6. Sabine Becker schreibt:

    Großartiger Text, den ich inhaltlich zu 100 Prozent teile. Bedanke mich auch für die feine Ironie, die zu dem dummdreisten Stammtisch-Gebaren der CDU/CSU- und „Guttenberg-Anhänger“ eine wohltuende Distanz schafft. Zum Glück gibt es in Deutschland noch wache, kluge, denkende Köpfe, die über das „Deutschland-sucht-den-Superstar“- und BILD-„Zeitungs“-Niveau erhaben sind. Von Merkel, Seehofer und Konsorten kann man das nicht behaupten; was auf der politischen Bühne in Sachen Guttenberg abgezogen wurde und wird ist unappetitliches Schmierentheater vor eiskaltem und gefährlichem Kalkül. Eine Bundeskanzlerin, die nachgewiesene Lüge und Betrug verteidigt, schönredet bzw. gar nicht erst sehen mag, beschädigt das Amt und die Demokratie und ist fortan unglaubwürdig. (Nicht dass ich persönlich sie vorher für gut oder glaubwürdiger gehalten hätte.) Meinem Empfinden nach ist sie nun fällig; es ist unerträglich, solch Gesinnung in unserer Kanzlerin zu wissen. Möge sie sich ein nettes Lied für ihren Zapfenstreich aussuchen und dann bitte gehen. Es gab in dieser leider allzu ernsten Komödie, die mich fassungslos gemacht hat, eine Grenzüberschreitung, die weitere Konsequenzen hat als mancher sich das jetzt vorstellen kann.
    Ich schließe mich Herrn Wiesenthals Kommentar an: „Einer, der seine Privatmoral und Missachtung sozialer Normen so unreflektiert vor sich her trägt, gehört nicht in ein demokratisches politisches System. Es ist besorgniserregend, dass viele Bürger und Politiker anderer Ansicht sind.“

    • Sebastian Deppe schreibt:

      Dass Angela Merkel als Kanzlerin fällig sei, kann ich nicht sehen. Sie hat sich vollkommen richtig verhalten.
      Ihr gelungenes Kabinettstück war formvollendet.

  7. ogmb schreibt:

    Hmm, das Selbstbildnis der zu Guttenbergs hat schon lange vor Luhmann jemand soziologisch auseinandergenommen: Thorstein Veblen in seinem Klassiker „The Theory of the Leisure Class“ (nicht ganz wörtlich aber treffend übersetzt als „Die Theorie der feinen Leute“). Da steht dann auch, warum das Anderearbeitenlassen der höheren Stände vom einfachen Volk nicht nur als besonderes Klassenprivileg akzeptiert wird, sondern deren Ansehen noch fördert. Und warum sich in den 111 Jahren seit der Erstveröffentlichung nur die politischen, nicht aber die soziologischen Institutionen geändert haben. Es bedurfte wohl eines neugekleideten Adligen, um uns daran zu erinnern.

  8. Stefan schreibt:

    Guttenbergs Welt ist unsere! Und zwar aus den Gründen, die sie oben schreiben. Er hat sich nicht herabgelassen, in die niederen Gefilde der gemeinen Wissenschaft, sondern er war an weltlicher Reputation interessiert, die ihm sein Anhang und seine Herkunft nicht mehr bietet – weil die „gute Gesellschaft“ historisch abgewickelt ist. (Siehe dazu den entsprechenden Text von Andre Kieserling.)

    Für Guttenberg gelten genau die gleichen Exklusionsregeln wie für jeden anderen auch – das ist doch nun hinreichend gezeigt worden.

  9. Kusanowsky schreibt:

    „Das Selbstbild der Exkludierten höheren Standes gründet im Bewusstsein von sich selbst als etwas Ungewöhnlichem.“ – Diese ganze Betrachtung scheint mir im Ansatz recht gut gelungen, nur würde ich das Psychologisieren gegen Ende des Beitrags für ein wenig übertrieben halten, was die Sache ja nicht in jeder Hinsicht schlechter macht, denn Übertreibungen sind verkürzte Konturierungen, die ein Zerrbild dessen deutlich machen, was ohne diese Übertreibung noch nicht gesehen wurde.
    „‘Merkt ihr denn nicht, dass ihr es seid, die sich schämen müssen?’“ – Ja, merken wird denn nicht, dass wir uns tatsächlich schämen sollten? Ich neige gern dazu, alle Kommunikation als ein Vexierspiel ihrer Möglichkeit zu betrachten, als ein Vekehrungsspiel, das möglich macht, dass alles so was gemeint sein könnte auch ganz anders verstehbar ist, um das Gemeinte verstehen zu können. Die in diesem Artikel überaschende aufgestellte Vermutung, im Guttenberg-Fall hätten wir es mit einem sozialen Residuum zu tun, das sich in der Beschreibung eines Artistrokraten habituell aggregiert, könnte ich zustimmen, würde dann aber auch nach einem Feld der Beobachtbarkeit sozialer Elemente fragen, die es zulassen, dass solche Elemente in bestimmten Situationen spontan verknüpfbar in Erscheinung treten, wenn auch dies den Beteiligten nicht klar sein muss, ja nicht klar zu sein braucht, damit die Verknüpfung zustande kommen kann. Dies würde ich dann auch für die Person Guttenberg gelten lassen. Man könnte auch sagen, dass sich hier – ganz wie oben geschrieben – ein Standesbewusstsein reaktualisiert, von welchem keinem der Beteiligen bewusst war, dass es noch reakutalisiert werden könnte.
    Und insofern dürfte dann der Imperativ „schämt euch!“, wenn er auch sonst nirgendwo expilzit geäußert wurde, so doch implizit das Beobachtungsverhältnis betreffen, das eine solche Konstellation möglich macht. Dieser Imperativ beträfe dann alle Beteiligten, die gar nicht merken können, wie sehr sie hinter dem aktuellen Stand der gesellschaftlichen Entwicklung zurückfallen, gleichviel ob sie die skandalisierte Person mit Wert- oder Geringschätzung betrachten. Denn auch die bürgerliche Geringschätzung der Aristokratie ist ein soziales Residuum. Möglicherweise ist durch den industriellen Klassenkampf des 19. Jahrunderts dieser frühneuzeitliche Klassenkampf zwischen Bürgertum und Adel in Vergessenenheit geraten, aber eben nicht vollständig. Jedenfalls scheinen strukturwirkende Elemente noch aktivierbar und die interessante Frage wäre, wie das möglich ist, wie also entsprechende Habitus-Beobachtungen emergieren können, wenn doch nirgendwo mehr ein manifestes Zeichengefüge vorhanden ist.
    Insofern ist dieser Blog-Artikel der interessantes Beitrag zu dieser Debatte, zumal, wenn man die Anweisung beachtet: „verstehen und vergessen.“ Nun, ich vermute: solange Verstehensbemühungen beobachtbar sind, kann nichts vergessen werden. Und es kann vielleicht sein, dass solche Verstehensbemühungen auch außerhalb soziologischer Verstehensweisen in der Gesellschaft seit über zweihundert Jahren überlebt haben. Die Gesellschaft hat nicht vollständig vergessen, worum es ehedem ging. Und man schämt sich nicht für die eigenen Erinnerungslücken.

    • Sebastian Deppe schreibt:

      Die Spiegelung am Kreis fand ich auch schon in der Grundschule interessant, besonders weil man sich den zu spiegelnden Punkt, innen oder aussen, frei wählen konnte, bis auf einen…
      Von daher frage ich mich, wie wohl die Einreichung eines Plagiats anstatt einer Doktorarbeit strafrechtlich bewertet wird?

  10. Pingback: Guttenberg soziologisch verstehen (und dann vergessen) bei Helmut Wiesenthal « Differentia

  11. roerijk schreibt:

    Interessante These. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob diese Art des Standesdünkels eine reine Angelegenheit des „Adels“ ist. Immerhin trifft man auf die gleiche Denke, wenn man sich die prominenten Verteidiger Guttenbergs anschaut, welche nicht aus dem adeligen Milieu stammen, sondern doch sehr „bürgerlich“ sind. Dennoch gibt mir das jetzt ein wenig zu denken…

    Vielen Dank für den Beitrag!

  12. Sebastian Deppe schreibt:

    Politisch und nicht soziologisch muss dieser verbraunbrämte, schamlose Lackaffe bekämpft werden!
    Er hätte“…erst noch die toten Soldaten zu Grabe getragen und das Haus bestellt…“ .
    Ist doch klar, er ist nicht tot, wird sich neu aufstellen und als gestählte Bestie in die Arena zurückkehren.

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