Vergleichen Sie selbst …

Inzwischen ist die Rezension der Guttenberg-Diss im WWW einsehbar: http://linksunten.indymedia.org/de/system/files/data/2011/02/9010212034.pdf. Sie ist ein höflicher Verriss mit zahlreichen Plagiats-Belegen im Anhang.

Eine ständig wachsende Sammlung der unausgewiesenen Fremdbeiträge zur Dissertation wird den bayreuther Gutachtern („nichts lesen, nichts bemerken, nichts kritisieren“) vom Wiki Gutten-Plag bereitgestellt: http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Plagiate.

Für Eilige gibts jetzt auch eine Liste der besonders beweiskräftigen Plagiate. was bei mittlerweile 72 % verdächtigen Seiten ausgesprochen hilfreich ist: http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Herausragende_Fundstellen.

Eine besonders übersichtliche Darstellung der Plagiateverteilung gibt es im „Interaktiven Guttenberg Report“: http://gut.greasingwheels.org/

Angesichts der unzähligen copy-&-paste-Fälle wird immer deutlicher, dass die Äußerungen des Freiherrn wenigstens in einem Punkt der Wahrheit nahe kommen dürften. Wenn ein Text in derart großen Umfang auf zusammengeklaubten  Fremdzitaten beruht, ist zweierlei sehr wahrscheinlich:  erstens, dass es tatsächlich „mühevoller Kleinarbeit“ bedurfte, um daraus ein halbwegs schlüssiges Gesamtschmuhwerk zu basteln, und zweitens, dass der Textbastler letzter Hand keine  Ahnung (mehr) hatte, was eigener und was fremder Text ist.

Ergo: Entweder hat sich der Freiherr die Freiheit genommen, dienstbare Geister als Mitautoren einzuspannen. Die haben sich dann die Arbeit ganz schön einfach gemacht und ihren Auftraggeber in die Sch… geritten. Echt Pech. Oder dem Allein-Autor und -Plagiator mangelt es an akademischem Organisationsvermögen und er ist schlicht an der Fülle seiner Schnipselsammlung gescheitert. Ein klarer Fall von Überforderung. Vielleicht sollte ihn das „summa cum laude“ nur über sein Versagen hinwegtrösten? Wir werden es erfahren.

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Über hwiesenthal

Soziologe und Politikwissenschaftler, seit 2003 im Ruhestand, gelegentlich aktiv in der Arbeitsgemeinschaft für Sozialforschung (AfS) e.V. und bei der Grünen Akademie der Heinrich Böll-Stiftung.
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