Kein Plagiat? Man ahnt, was kommt…

Guttenbergs zur Schau getragenes Selbstbewusstsein bei seiner heutigen Zurückweisung der Vorwürfe war gewiss eine bewundernswerte schauspielerische Leistung. Vielleicht steckte aber auch mehr dahinter, nämlich der Umriss einer Verteidigungsstrategie.

Wie hat sich der Baron bisher immer wieder aus seinen Affären gezogen? Nicht á la Münchhausen an den eigenen Haaren, sondern stets durch Abschieben der Verantwortung auf rangniedere Personen. Warum sollte er das jetzt nicht wieder versuchen? Zum Beispiel, indem eine Person als schuldig deklariert wird, der er das Abtippen seiner Diss aufgetragen hat. Nach dem Motto: „Das hat mir die Sekretärin eingebrockt“.

Bliebe lediglich sein Versagen beim Korrekturlesen zu erklären. Was sich für seine immer noch zahlreichen Unterstützer erübrigt, da sie seiner Karrieretour durch die deutsche Politik die gleiche Priorität zuerkennen wie er selbst. Einer, der für Deutschlands Heil unterwegs ist, muss nicht prüfen, was in seinem Namen geschieht. Er muss nur genügend kaltblütig sein, um auch angesichts der Beweise zu lügen.

Egal, ob ihm der Trick gelingt oder er erstmal ins zweite Glied zurück muss: Dieser Mann darf nie Kanzler werden!

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Über hwiesenthal

Soziologe und Politikwissenschaftler, seit 2003 im Ruhestand, gelegentlich aktiv in der Arbeitsgemeinschaft für Sozialforschung (AfS) e.V. und bei der Grünen Akademie der Heinrich Böll-Stiftung.
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